Das erste Jahr

Besserwisser-Mamas

Neulich traf ich eine Bekannte mit ihrer zweijährigen Tochter.

Auf ihre Nachfrage, wie alles so laufe, erzählte ich ihr happy, die Zwillinge seien sehr dankbare Schläfer. Während sich ihre Augenbrauen nach oben bogen, meinte sie milde lächelnd, ich solle mal abwarten, bis die ersten Zähnchen kämen. Eigentlich mag ich sie ja wirklich gern. Nach diesem Spruch hätte ich sie allerdings gerne kurz auf den Mond geschossen. Wahrscheinlich hätte es mich auch nicht so genervt, hätte ich so oder so Ähnliches nicht schon häufig erlebt.

Immer wieder kleine Drohungen zwischendurch. Von Wildfremden, von Bekannten, von Freunden: Ich solle abwarten, bis sie laufen können, in die Trotzphase kommen, miteinander konkurrieren. Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Wenig später, als ich die Zwillinge vor mir herschob, trafen wir uns wieder. Einer meiner Jungs brabbelte sich –wie meistens- lautstark in den Schlaf. Sie schaute in den Wagen und fragte ihn mit bemitleidender Stimme: „Du könntest im Tragetuch bestimmt besser schlafen, oder?“ Ich schluckte. Nicht, weil mir ihre Worte zu denken gaben oder ich an meinen Mamaskills zweifelte. Ich schluckte den Wutkloß in meinem Hals herunter, um zu verhindern, dass ich nicht kurzerhand explodierte.

Eine Spezies, die wir wahrscheinlich alle kennen. Anzutreffen in freier Wildbahn genauso aber auch virtuell. „Das wirst du dann sehen“ oder „Ist gar nicht böse gemeint, aber…“ Solche Sätze sind es, die Besserwisser-Mamas gerne streuen. Manchmal ganz offen, manchmal verdeckt. Eines sind sie immer: Wahnsinnig übergriffig. Noch in keiner Lebensphase habe ich so viele ungefragte Ratschläge bekommen wie als Schwangere und Mama. Wieso sich Mamas unter sich eigentlich so berufen fühlen, sich gegenseitig ihre Meinung aufzudrängen, ist mir ein Rätsel.

Kinder sind unterschiedlich. Mamas und Papas auch. Familien sowieso. Keiner hat exakt dieselben Erlebnisse und Erfahrungen gemacht. Und das ist gut so, weils sonst verdammt langweilig wäre.

Ein offenes Ohr ist so viel wert. Ein gutes Gespräch. Lasst uns zusammenrücken. Uns supporten. Wir sitzen doch in einem Boot.

Hattet ihr auch schon Begegnungen dieser Art? Wie seid ihr damit umgegangen?

Neulich traf ich eine Bekannte mit ihrer zweijährigen Tochter.

Auf ihre Nachfrage, wie alles so laufe, erzählte ich ihr happy, die Zwillinge seien sehr dankbare Schläfer. Während sich ihre Augenbrauen nach oben bogen, meinte sie milde lächelnd, ich solle mal abwarten, bis die ersten Zähnchen kämen. Eigentlich mag ich sie ja wirklich gern. Nach diesem Spruch hätte ich sie allerdings gerne kurz auf den Mond geschossen. Wahrscheinlich hätte es mich auch nicht so genervt, hätte ich so oder so Ähnliches nicht schon häufig erlebt.

Immer wieder kleine Drohungen zwischendurch. Von Wildfremden, von Bekannten, von Freunden: Ich solle abwarten, bis sie laufen können, in die Trotzphase kommen, miteinander konkurrieren. Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Wenig später, als ich die Zwillinge vor mir herschob, trafen wir uns wieder. Einer meiner Jungs brabbelte sich –wie meistens- lautstark in den Schlaf. Sie schaute in den Wagen und fragte ihn mit bemitleidender Stimme: „Du könntest im Tragetuch bestimmt besser schlafen, oder?“ Ich schluckte. Nicht, weil mir ihre Worte zu denken gaben oder ich an meinen Mamaskills zweifelte. Ich schluckte den Wutkloß in meinem Hals herunter, um zu verhindern, dass ich nicht kurzerhand explodierte.

Eine Spezies, die wir wahrscheinlich alle kennen. Anzutreffen in freier Wildbahn genauso aber auch virtuell. „Das wirst du dann sehen“ oder „Ist gar nicht böse gemeint, aber…“ Solche Sätze sind es, die Besserwisser-Mamas gerne streuen. Manchmal ganz offen, manchmal verdeckt. Eines sind sie immer: Wahnsinnig übergriffig. Noch in keiner Lebensphase habe ich so viele ungefragte Ratschläge bekommen wie als Schwangere und Mama. Wieso sich Mamas unter sich eigentlich so berufen fühlen, sich gegenseitig ihre Meinung aufzudrängen, ist mir ein Rätsel.

Kinder sind unterschiedlich. Mamas und Papas auch. Familien sowieso. Keiner hat exakt dieselben Erlebnisse und Erfahrungen gemacht. Und das ist gut so, weils sonst verdammt langweilig wäre.

Ein offenes Ohr ist so viel wert. Ein gutes Gespräch. Lasst uns zusammenrücken. Uns supporten. Wir sitzen doch in einem Boot.

Hattet ihr auch schon Begegnungen dieser Art? Wie seid ihr damit umgegangen?

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