Schwanger

5 Dinge, die ich gerne vor dem Kaiserschnitt gewusst hätte

Eigentlich dachte ich, ich bin informiert und gut gewappnet in die Geburt gegangen. Doch ich merkte schnell: Von manchen Dingen hatte ich keine Ahnung. Hätte ich diese 5 Dinge vorher gewusst, wäre es sicher leichter für mich gewesen:

 

Auch mit einem Kaiserschnitt kann man Wehen haben

Zwei Tage nach der Geburt wurde ich aus dem Nichts von recht starken Unterleibsschmerzen überrascht. Ich dachte, mit dem Thema Wehen muss ich mich ja nicht auseinandersetzen. Aber es wäre doch sinnvoll gewesen- Nachwehen sind ganz normal und wichtig für die Rückbildung nach Schwangerschaft und Geburt. Gerade mit Zwillingen können diese ziemlich stark sein. Absolut auszuhalten und trotzdem gut zu wissen, um eventuell aufkommende Schmerzen gut einordnen zu können.

Während dem Kaiserschnitt werden mehrere Personen anwesend sein

Dass bei einem Kaiserschnitt mehr Menschen anwesend sind wie bei einer natürlichen Geburt, war mir völlig klar und macht ja auch Sinn. Dass bei einer Zwillingsgeburt vielleicht zwei, drei mehr Menschen dabei sind- so weit dachte ich auch noch. Bei meiner OP war es tatsächlich eine halbe Schulklasse- möglicherweise aufgrund meiner  eineiigen Zwillingsschwangerschaft. Fragt vorher nach und stellt euch darauf ein, dass die intime Familienzeit nicht im OP, sondern erst später kommt.

Luft im Bauch nach der Geburt gehört dazu

Das muss jetzt einfach mal so gesagt werden, wies eben ist: Während dem Kaiserschnitt kann Luft in den Bauchraum gelangen, die da auch erst einmal bleibt. Diese rauszubekommen ist auf natürlichem Weg ( ihr wisst, was ich meine 😉 ) nicht möglich. Unangenehmes Bauchgeglucker, komische Geräusche und ein aufgedunsenes Gefühl verschwinden nach wenigen Tagen von selbst.

Aufstehen danach ist eine Challenge

Die ersten Tage nach der OP habe ich mich gefühlt wie eine bucklige Oma. Aufstehen war für mich anfangs eine sportliche Höchstleistung. Am Tag der Geburt ist mir das nicht gelungen. Und ich bin auch nicht, wie so manch andere Mamas, nach zwei Tagen über den Flur gehüpft. Bei mir hat das länger gedauert, so circa eine Woche, bis ich aufrecht und sicher unterwegs war. Mit jedem Tag aufstehen und herumlaufen wurde es aber leichter. 

Rund um die Narbe ist es erst einmal taub

Und bleibt es auch für eine ganze Weile- bis zu einem Jahr nach der Geburt, kann es dauern, bis das Gefühl wieder vollständig zurückkehrt.

Eigentlich dachte ich, ich bin informiert und gut gewappnet in die Geburt gegangen. Doch ich merkte schnell: Von manchen Dingen hatte ich keine Ahnung. Hätte ich diese 5 Dinge vorher gewusst, wäre es sicher leichter für mich gewesen:

 

Auch mit einem Kaiserschnitt kann man Wehen haben

Zwei Tage nach der Geburt wurde ich aus dem Nichts von recht starken Unterleibsschmerzen überrascht. Ich dachte, mit dem Thema Wehen muss ich mich ja nicht auseinandersetzen. Aber es wäre doch sinnvoll gewesen- Nachwehen sind ganz normal und wichtig für die Rückbildung nach der Schwangerschaft und Geburt. Gerade mit Zwillingen können diese ziemlich stark sein. Absolut auszuhalten und trotzdem gut zu wissen, um eventuell aufkommende Schmerzen gut einordnen zu können.

Während dem Kaiserschnitt werden mehrere Personen anwesend sein

Dass bei einem Kaiserschnitt mehr Menschen anwesend sind wie bei einer natürlichen Geburt, war mir völlig klar und macht ja auch Sinn. Dass bei einer Zwillingsgeburt vielleicht zwei, drei mehr Menschen dabei sind- so weit dachte ich auch noch. Bei meiner OP war es tatsächlich eine halbe Schulklasse.- möglicherweise aufgrund der Schwangerschaft mit eineiigen Zwillingen. Fragt vorher nach, stellt euch darauf ein, dass die intime Familienzeit nicht im OP, sondern erst später kommt.

Luft im Bauch nach der Geburt gehört dazu

Das muss jetzt einfach mal so gesagt werden, wies eben ist: Während dem Kaiserschnitt kann Luft in den Bauchraum gelangen, die da auch erst einmal bleibt. Diese rauszubekommen ist auf natürlichem Weg ( ihr wisst, was ich meine 😉 ) nicht möglich. Unangenehmes Bauchgeglucker, komische Geräusche und ein aufgedunsenes Gefühl verschwinden nach wenigen Tagen von selbst.

Aufstehen danach ist eine Challenge

Die ersten Tage nach der OP habe ich mich gefühlt wie eine bucklige Oma. Aufstehen war für mich anfangs eine sportliche Höchstleistung. Am Tag der Geburt ist mir das nicht gelungen. Und ich bin auch nicht, wie so manch andere Mamas, nach zwei Tagen über den Flur gehüpft. Bei mir hat das länger gedauert, so circa eine Woche, bis ich aufrecht und sicher unterwegs war. Mit jedem Tag aufstehen und herumlaufen wurde es aber leichter. 

Rund um die Narbe ist es erst einmal taub

Und bleibt es auch für eine ganze Weile- bis zu einem Jahr nach der Geburt kann es dauern, bis das Gefühl wieder vollständig zurückkehrt.

16 Kommentare

  1. Pia

    Gut geschrieben! Ich fand auch wichtig zu wissen (und ich wusste es Gott sei Dank vorher) dass einem die Arme festgeschnallt werden!! Das macht das Gefühl des ausgelieferten sein nochmal extremer! Es macht medizinisch Sinn, aber es macht auch was mit der Psyche; also gut wenn man es vorher weiß 😉

    Antworten
    • Lea

      Liebe Pia, guter Punkt- mit Sicherheit würde es helfen, dass mit dem Festschnallen vorher zu wissen. Ist schon kurz ein sehr komisches Gefühl. Umso wichtiger finde ich es, jemanden direkt neben sich sitzen zu haben, der einem das Gefühl von Sicherheit gibt <3

      Antworten
      • Steffi

        Auch gut zu wissen, dass bei den meisten Kliniken der Papa erst nach dem Setzen der PDA in den OP darf. Macht auch Sinn, aber hat mich beim ersten Mal (kein Plan-Kaiserschnitt) doch überrascht

        Antworten
        • Lea

          Hi Steffi, dass überrascht mich auch- habe es als selbstverständlich angenommen, dass der Papa da mit kann. Vielleicht war unsere Klinik da aber tatsächlich die Ausnahme. Danke fürs kommentieren! 🙂

          Antworten
      • Meny

        Das hätte ich lieber vorher gewusst. Ich kämpfe selbst jetzt, zwei Jahre später, mit diesem
        Furchtbarem Gefühl 🙁

        Antworten
        • Lea

          Das tut mir leid 🙁 meinst du mit der Taubheit der Narbe? Oder allgemein mit der Erfahrung des Kaiserschnitts? <3

          Antworten
    • Christin

      In unserer Klinik werden die Arme nicht festgeschnallt. Nachdem der Pädiater das Neugeborene untersucht hat, wird es der Mama auf die Brust gelegt und sie darf schon während der laufenden Op bonden…

      Antworten
      • Lea

        wow! Das finde ich ja mega toll. Weißt du, weshalb so viele andere Kliniken das machen? Aufgrund von Hygiene und/ oder Sicherheit? liebe Grüße

        Antworten
        • Britta

          Ich wurde bei meinem ersten (Not-) Kaiserschnitt auch festgeschnallt. Beim zweiten (geplanten) Kaiserschnitt habe ich bei der Vorbesprechung nachgefragt, ob das immer so gemacht wird. Es geht den Ärzten nur um die Sicherheit, dass man als Patient nicht in den Bereich, wo operiert wird, greift. Da ich aber nachgefragt habe, haben sie direkt notiert, dass ich nicht angeschnallt werden soll. Ich hatte dann aber trotzdem in der einen Hand die Hand meines Mannes und an der anderen hat die Anästhesistin die ganze Zeit meinen Puls kontrolliert, kam also aufs gleiche raus! 😄

          Antworten
          • Lea

            Schön, dass es da einen Spielraum gibt und man sagen kann, was man möchte. Wichtige Info von dir, danke! Viel Bewegungsfreiheit hat man natürlich trotzdem nicht :/ Aber klar, Sicherheit geht vor und der Kaiserschnitt dauert ja im Normalfall auch gar nicht lange.

  2. Patricia

    Genau so war es bei mir auch! Liegt wahrscheinlich echt an der Zwillingsschwangerschaft (aber meine sind zweieiig) , dass im OP ne Fußballmannschaft + Reservespieler sind🤣

    Antworten
    • Lea

      Liebe Patricia, dass hat mich echt auch ganz schön umgehauen! Vermute aber echt, dass es an unseren Zwillingen liegt..

      Antworten
      • lisa

        Liebe Beide!
        Als (gynäkologisch interessierte) Medizinstudentin kann ich nur bestätigen, dass bei den meisten OPs viele Studenten anwesend sind, nur schlafen die Patientin da meistens und bekommen es nicht mit. Bei einem Kaiserschnitt ist das zusätzlich umso spannender, weil es (wenn alles gut geht) ein so schöner Eingriff und toller Moment ist, den man gern als Student miterlebt.
        Wir sind super dankbar, wenn werdende Mütter uns erlauben, diese Erfahrung zu machen! 🙂
        Lg aus Wien
        Lisa

        Antworten
        • Lea

          Liebe Lisa, aus eurer Sicht kann ich das total gut nachvollziehen. Es ist sicher wunderschön und interessant. Ich finde es aus Mamasicht extrem wichtig, dass vorher gefragt wird, ob es okay ist, wenn einige zuschauen. Bei mir war dies nicht der Fall. Ich habe mich dadurch ausgeliefert und wie ein Anschauungsobjekt gefühlt- und dies im intimsten Moment meines Lebens. War sehr unschön. Liebe Grüße

          Antworten
  3. sibylle

    hallo!
    ich wusste dass ich einen kaiserschnitt bekomme, aufgrund einer grossen skoliose op im jugendalter, und versteifung der unteren lendenwirbelsäule.
    beim ersten kind gingen die wehen schon vor dem geplanten kaiserschnitt los. leider klappte die teilnarkose nicht, da der anästhesist trotz mehrerer versuche nicht durch die wirbel kam. mein mann durfte aber trotz vollnarkose mit rein und die kleine bonden.
    zwei jahre später dasselbe, wehen setzten vor dem kaiserschnitt ein. aber hurra!!! teilnarkose klappte!!
    ich war einfach nur glücklich, und bin es noch, dass ich einmal alles mit bekam! seinen ersten schrei! soooo ein hübsches baby! die ganzen leute waren mir vollkommen egal. ob meine arme festgeschnallt waren… keine ahnung….?
    alle waren happy und die stimmung so besonders….
    sieben jahre später, unser ungeplantes wunder…. leider wieder vollnarkose.
    leider nach der op blutstau in der gebärmutter, wasser im ganzen körper, probleme bei der heilung…. aber jetzt sond 10 monate vorbei, und wir/ich haben uns erholt… ich könnte aber noch immer heulen wenn ich an das erste monat danach denke… und auch, dass der arzt, der die op geplant hat, ohne mich zu fragen seine kollegin operieren liess. er war zwar dabei. aber der vertrauensbruch ist gross. zumindest für mich…
    trotzdem, wir sind alle da, sind gesund. meine drei herzen schauen mich mit herrlichen augen an…
    und irgendwie ist irgendwann alles gut….

    Antworten
    • Lea

      Liebe Sibylle, das hört sich nach vielem Unschönen an. Oh je 🙁 gott sei Dank geht es euch allen gut und ihr seid gesund! <3

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.