Schwanger

Marathon

                    Risikoschwanger. Wirklich kein schöner Begriff. Ich bekam ihn direkt bei meiner allerersten Untersuchung                         von meiner Gynäkologin zu hören. Komisch, wenn man sich topfit fühlt und noch nicht einmal dreißig ist.

Als risikoschwanger gelten alle werdenden Zwillingsmamas- ganz egal wie alt und mit welcher Vorgeschichte. Was denn so riskant sei, fragte ich meine Ärztin. Sie sagte, bei meinen monochorial-diamnioten Zwillingen das sogenannte »FF.TS«- wenn ein Zwilling zu viel und einer zu wenig versorgt wird. Dazu noch die Insertio velamentosa- Problematik, meinte sie. Ähm, wie bitte? Begriffe, die ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört hatte. Und die sich allesamt gruselig anhörten. Sie sprach auch von einem Fehl- und Frühgeburtsrisiko.

Natürlich wollte ich mir ein Bild davon machen, wollte wissen, was eine Schwangerschaft mit Zwillingen so mit sich bringen kann. Leider klickte ich mich bei meiner Recherche auch durch Internetforen, die vor allem ein Gefühl bei mir hinterließen: Angst. Dass z.B. das FFTS nur in 15 % der Fälle auftritt und in Spezialkliniken behandelt werden kann, erklärte mir meine Hebamme, nachdem ich mir Tage lang den Kopf deswegen zerbrach.

Alle 2-3 Wochen hatte ich einen Termin bei meiner Gynäkologin, dreimal insgesamt eine Untersuchung beim Pränataldiagnostiker. Meine Hebamme sah ich meistens nach den Check-ups, damit sie mich wieder in die Bahn bringen konnte, falls mich die Untersuchungen beunruhigt haben.
Meistens verließ ich die Arztpraxen nämlich mit einem neuen Eintrag in meinem Mutterpass, der auf einen Grenzwert hinwies. Zu viel Gewichtsdifferenz, zu große Köpfe, Hirnwasser. Was sich davon bewahrheitete? Nichts. Meistens wurde der letzte Grenzwert bei der nächsten Untersuchung von einem neuen abgelöst.

Im Nachhinein habe ich das Gefühl, die Ärzte legten los- ganz nach dem Motto: Wer suchet, der findet. Das kann ich jetzt so locker sagen, in den Momenten aber war ich voller Sorge. Beinahe jeder Arzttermin wühlte mich auf, brachte mich weit weg von meinem guten Bauchgefühl, dass schon alles in Ordnung ist. Meistens brauchte ich Tage, um wieder ins Vertrauen zu kommen.

Wir haben uns für eine engmaschige Kontrolle entschieden und würden es wieder so machen. Trotzdem habe ich mir oft gewünscht, Ruhe zu haben und keinen ständigen Arztbesuchen ausgesetzt zu sein, zu denen mich mein Freund aufgrund der Coronasituation meistens nicht einmal begleiten durfte.

Wie ich mit aufkommenden Angstgefühlen in der Schwangerschaft umgegangen bin, könnt ihr in meinem Blogbeitrag »Risikoschwangerschaft- wie ich meine Kugelzeit trotzdem genießen konnte « nachlesen.

Risikoschwanger. Wirklich kein schöner Begriff. Ich bekam ihn direkt bei meiner allerersten Untersuchung von meiner Gynäkologin zu hören. Komisch, wenn man sich topfit fühlt und noch nicht einmal dreißig ist.

Als risikoschwanger gelten alle werdenden Zwillingsmamas- ganz egal wie alt und mit welcher Vorgeschichte.                        

Was denn so riskant sei, fragte ich meine Ärztin. Sie sagte, bei meinen monochorial-diamnioten Zwillingen das sogenannte »FF.TS«- wenn ein Zwilling zu viel und einer zu wenig versorgt wird. Dazu noch die Insertio velamentosa- Problematik, meinte sie. Ähm, wie bitte? Begriffe, die ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört hatte. Und die sich allesamt gruselig anhörten. Sie sprach auch von einem Fehl- und Frühgeburtsrisiko.

Natürlich wollte ich mir ein Bild davon machen, wollte wissen, was eine Schwangerschaft mit Zwillingen so mit sich bringen kann. Leider klickte ich mich bei meiner Recherche auch durch Internetforen, die vor allem ein Gefühl bei mir hinterließen: Angst. Dass z.B. das FFTS nur in 15 % der Fälle auftritt und in Spezialkliniken behandelt werden kann, erklärte mir meine Hebamme, nachdem ich mir Tage lang den Kopf deswegen zerbrach.

Alle 2-3 Wochen hatte ich einen Termin bei meiner Gynäkologin, dreimal insgesamt eine Untersuchung beim Pränataldiagnostiker. Meine Hebamme sah ich meistens nach den Check-ups, damit sie mich wieder in die Bahn bringen konnte, falls mich die Untersuchungen beunruhigt haben.
Meistens verließ ich die Arztpraxen nämlich mit einem neuen Eintrag in meinem Mutterpass, der auf einen Grenzwert hinwies. Zu viel Gewichtsdifferenz, zu große Köpfe, Hirnwasser. Was sich davon bewahrheitete? Nichts. Meistens wurde der letzte Grenzwert bei der nächsten Untersuchung von einem neuen abgelöst.

Im Nachhinein habe ich das Gefühl, die Ärzte legten los- ganz nach dem Motto: Wer suchet, der findet. Das kann ich jetzt so locker sagen, in den Momenten aber war ich voller Sorge. Beinahe jeder Arzttermin wühlte mich auf, brachte mich weit weg von meinem guten Bauchgefühl, dass schon alles in Ordnung ist. Meistens brauchte ich Tage, um wieder ins Vertrauen zu kommen.

Wir haben uns für eine engmaschige Kontrolle entschieden und würden es wieder so machen. Trotzdem habe ich mir oft gewünscht, Ruhe zu haben und keinen ständigen Arztbesuchen ausgesetzt zu sein, zu denen mich mein Freund aufgrund der Coronasituation meistens nicht einmal begleiten durfte.

Wie ich mit aufkommenden Angstgefühlen in der Schwangerschaft umgegangen bin, könnt ihr im Blogbeitrag »Risikoschwangerschaft- wie ich meine Kugelzeit trotzdem genießen konnte « nachlesen.

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