Zahnen mal zwei. 10 Tipps zur Schmerzlinderung.

Zahnen mal zwei. 10 Tipps zur Schmerzlinderung.

– Körpernähe

Alles ist besser und erträglicher, wenn wir jemanden zum Kuscheln haben. Also ab auf den Arm oder in die Trage. Hilft fast immer.

– Globuli

Gibt´s in der Apotheke und/ oder manchen Drogeriemärkten. Die Anzahl der angegeben Kügelchen seitlich in den Mund legen oder auflösen und mit dem Löffel geben.

– Bernsteinkette

Seit Jahrhunderten wird Bernstein Heilkräfte nachgesagt. Vielleicht helfen sie ja auch beim Zahnen. Wieso nicht versuchen, schaden wird es jedenfalls nicht. Aber Vorsicht: Meine beiden haben sich irgendwann gegenseitig an der Kette gezogen- daher mussten wir sie wieder abschaffen. Auch kann sie reißen oder das Kind hängenbleiben.

– Schnuller

Das schnullern und darauf herumkauen hat meinen beiden geholfen, sich zu beruhigen und ihren Schmerz etwas zu lindern. Ein Schnuller aus dem Kühlschrank wirkt manchmal Wunder!

kalter Waschlappen

Nehme einen sauberen Waschlappen und tauche ihn in kaltes Wasser oder lege ihn in den Kühlschrank. Wenn er schön kalt ist kannst du ihm deinem Baby zum darauf herumkauen geben.

– Flasche geben oder stillen

Oft kann es helfen, wenn dein Baby etwas trinkt, um das unangenehme Gefühl im Mund loszuwerden. 

– Ablenkung

Rausgehen, frische Luft und spannendes beobachten. Lässt manchmal den Zahnschmerz einfach kurz vergessen.

– Zahnfleischmassage

Mit gründlich gewaschenen Fingern vorsichtig das Zahnfleisch in kreisförmigen Bewegungen massieren.

– für die Eltern

die Phase geht vorbei. Es kommen immer, immer wieder angenehmere Tage. Durchatmen. Und Hilfe zulassen, jeder braucht Pausen. Ihr schafft das!

– Schmerzmittel

wenn gar nichts mehr hilft: Es gibt verschiedene Medikamente (auch auf pflanzlicher Basis), die Linderung verschaffen. Mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abklären.

 

 

– Körpernähe

Alles ist besser und erträglicher, wenn wir jemanden zum Kuscheln haben. Also ab auf den Arm oder in die Trage. Hilft fast immer.

– Globuli

Gibt´s in der Apotheke und/ oder manchen Drogeriemärkten. Die Anzahl der angegeben Kügelchen seitlich in den Mund legen oder auflösen und mit dem Löffel geben.

– Bernsteinkette

Seit Jahrhunderten wird Bernstein Heilkräfte nachgesagt. Vielleicht helfen sie ja auch beim Zahnen. Wieso nicht versuchen, schaden wird es jedenfalls nicht. Aber Vorsicht: Meine beiden haben sich irgendwann gegenseitig an der Kette gezogen- daher mussten wir sie wieder abschaffen. Auch kann sie reißen oder das Kind hängenbleiben.

– Schnuller

Das schnullern und darauf herumkauen hat meinen beiden geholfen, sich zu beruhigen und ihren Schmerz etwas zu lindern. Ein Schnuller aus dem Kühlschrank wirkt manchmal Wunder!

kalter Waschlappen

Nehme einen sauberen Waschlappen und tauche ihn in kaltes Wasser oder lege ihn in den Kühlschrank. Wenn er schön kalt ist kannst du ihm deinem Baby zum darauf herumkauen geben.

– Flasche geben oder stillen

Oft kann es helfen, wenn dein Baby etwas trinkt, um das unangenehme Gefühl im Mund loszuwerden. 

– Ablenkung

Rausgehen, frische Luft und spannendes beobachten. Lässt manchmal den Zahnschmerz einfach kurz vergessen.

– Zahnfleischmassage

Mit gründlich gewaschenen Fingern vorsichtig das Zahnfleisch in kreisförmigen Bewegungen massieren.

– für die Eltern

die Phase geht vorbei. Es kommen immer, immer wieder angenehmere Tage. Durchatmen. Und Hilfe zulassen, jeder braucht Pausen. Ihr schafft das!

– Schmerzmittel

wenn gar nichts mehr hilft: Es gibt verschiedene Medikamente (auch auf pflanzlicher Basis), die Linderung verschaffen. Mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abklären.

 

 

Da fehlt doch was

Da fehlt doch was

Mir fehlt doch irgendwas. Da stand ich am Bahnhof und kramte in meinem Rucksack. Ganz sicher, irgendwas hab ich vergessen.
Doch das, was ich suchte, befand sich da nicht- sondern saß daheim spielend auf dem Teppich.
Im Zug, als die Landschaft so an mir vorbeiflog, bemerkte ich, dass ich überraschend etwas anderes gefunden hatte. Etwas, dass ich eigentlich gar nicht suchte. Aber jetzt spürte, wie schmerzlich ich es vermisst hab.
Mich. Lost & Found würde ich mal sagen.
Ich spürte mich, wie ich da saß, wie ich atmete. Ich fühlte das Lied, die Zeilen meines Buches, ich spürte die Vorfreude, meine Schwester gleich zu sehen.
Ich spürte einfach mich, mich ganz allein. Da gab es nichts, was mich ablenkte. Ablenkte von mir, meinen Gedanken, meinen Gefühlen.
 
Es tut so gut, einfach mal die zu sein, die geht. Und die, die wieder kommt. Die, die anderes sieht, anderes erlebt und mit einem Rucksack voller schöner Erlebnisse und einer aufgeladenen Batterie wieder kommt.
 
Was habt ihr zuletzt nur für euch getan? ♥️

Mir fehlt doch irgendwas. Da stand ich am Bahnhof und kramte in meinem Rucksack. Ganz sicher, irgendwas hab ich vergessen.
Doch das, was ich suchte, befand sich da nicht- sondern saß daheim spielend auf dem Teppich.
Im Zug, als die Landschaft so an mir vorbeiflog, bemerkte ich, dass ich überraschend etwas anderes gefunden hatte. Etwas, dass ich eigentlich gar nicht suchte. Aber jetzt spürte, wie schmerzlich ich es vermisst hab.
Mich. Lost & Found würde ich mal sagen.
Ich spürte mich, wie ich da saß, wie ich atmete. Ich fühlte das Lied, die Zeilen meines Buches, ich spürte die Vorfreude, meine Schwester gleich zu sehen.
Ich spürte einfach mich, mich ganz allein. Da gab es nichts, was mich ablenkte. Ablenkte von mir, meinen Gedanken, meinen Gefühlen.
 
Es tut so gut, einfach mal die zu sein, die geht. Und die, die wieder kommt. Die, die anderes sieht, anderes erlebt und mit einem Rucksack voller schöner Erlebnisse und einer aufgeladenen Batterie wieder kommt.
 
Was habt ihr zuletzt nur für euch getan? ♥️

Ich seh Dich.

Ich seh Dich.

Du da drüben, ich seh dich.
 
wie du eins trägst und eins schiebst,
wie du nachts aufstehst, nach dem du dich gerade wieder hingelegt hast- weil nun das andere Baby wach geworden ist,
wie du den Kinderwagen den Berg hochschiebst, mit zehntausend Einkäufen, zwei quengelnden Babys und du sie mit knallrotem Kopf nebenher noch entertainst,
wie du nachmittags- eins vorne und eins hinten- durch die Wohnung tanzt, um beide bei Laune zu halten,
wie du am Tag zehntausend km zurücklegst, weil du robbend, krabbelnd und bückend deinen Babys folgst,
wie du Lalelu singst und dir nebenbei die Tränen über deine Wange kullern, weil du dich so so kraftlos fühlst,
wie du dir selbst Mut zusprichst und einfach weitermachst,
wie deine Superkräfte dich durch den Tag tragen und du dich manchmal fragst, woher die eigentlich kommen,
wie du gibst, gibst und gibst. Und dir immer noch Sorgen machst, dass jemand zu kurz kommt,
wie du mit zerstaustem Haar und müden Augen deine Kinder anlächelst, weil sie dich trotz allem zum glücklichsten Menschen der Welt machen.
 
Du da drüben, ich seh dich. Und ich bewunder dich. Und ich bin stolz, eine von euch zu sein.
Eine von euch Zwillingsmamas.

Du da drüben, ich seh dich.
 
wie du eins trägst und eins schiebst,
wie du nachts aufstehst, nach dem du dich gerade wieder hingelegt hast- weil nun das andere Baby wach geworden ist,
wie du den Kinderwagen den Berg hochschiebst, mit zehntausend Einkäufen, zwei quengelnden Babys und du sie mit knallrotem Kopf nebenher noch entertainst,
wie du nachmittags- eins vorne und eins hinten- durch die Wohnung tanzt, um beide bei Laune zu halten,
wie du am Tag zehntausend km zurücklegst, weil du robbend, krabbelnd und bückend deinen Babys folgst,
wie du Lalelu singst und dir nebenbei die Tränen über deine Wange kullern, weil du dich so so kraftlos fühlst,
wie du dir selbst Mut zusprichst und einfach weitermachst,
wie deine Superkräfte dich durch den Tag tragen und du dich manchmal fragst, woher die eigentlich kommen,
wie du gibst, gibst und gibst. Und dir immer noch Sorgen machst, dass jemand zu kurz kommt,
wie du mit zerstaustem Haar und müden Augen deine Kinder anlächelst, weil sie dich trotz allem zum glücklichsten Menschen der Welt machen.
 
Du da drüben, ich seh dich. Und ich bewunder dich. Und ich bin stolz, eine von euch zu sein.
Eine von euch Zwillingsmamas.

Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie

Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie

Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie,

eigentlich kenne ich ihren Namen ja gar nicht. Aber Thomas, ihren Sohn, den kenne ich. Zumindest namentlich. Und ich weiß Bescheid, über ihr schlechtes Verhältnis zu ihm.
Darüber haben sie mich aufgeklärt, im gleichen Atmenzug, als sie mich bemitleidet haben, Mutter von zwei Söhnen zu sein. Wie schade, dass kein Mädchen dabei gewesen ist, meinten sie, während sie meine Babys anschauten.
Von den Jungs habe man nämlich nichts, also zumindest später, da gehen sie einem verloren. Da lassen sie sich weder blicken noch von sich hören- wegen den Frauen an ihrer Seite.
Aber Angst machen wollten sie mir ja keine, schließlich habe ich ja noch ein paar gute Jahre vor mir mit den Kindern.
 
Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie,
eine Tochter fehlt mir nicht. Aber bei manchen Menschen fehlt mir Fingerspitzengefühl und Liebe- für Menschen egal welchen Geschlechts.
Und Angst machen mir nicht ihre Worte, sondern dass sie damit das nächste Mal jemanden wirklich treffen. Es gibt nämlich Menschen, die sich nichts sehnlicher Wünschen als ein Kind, es gibt Fehlgeburten und sehr schmerzhafte Wege bis zu einer Schwangerschaft. Es gibt Verluste und Ängste und wissen Sie- auch wenn sie es vielleicht nicht glauben- es gibt Menschen, die sind einfach unfassbar dankbar für das Glück Mama geworden zu sein.
 
Also bitte Frau sonst wie, behalten sie ihre Gedanken das nächste Mal einfach für sich. Oder noch besser: Besprechen Sie sie mit Thomas.

Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie,

eigentlich kenne ich ihren Namen ja gar nicht. Aber Thomas, ihren Sohn, den kenne ich. Zumindest namentlich. Und ich weiß Bescheid, über ihr schlechtes Verhältnis zu ihm.
Darüber haben sie mich aufgeklärt, im gleichen Atmenzug, als sie mich bemitleidet haben, Mutter von zwei Söhnen zu sein. Wie schade, dass kein Mädchen dabei gewesen ist, meinten sie, während sie meine Babys anschauten.
Von den Jungs habe man nämlich nichts, also zumindest später, da gehen sie einem verloren. Da lassen sie sich weder blicken noch von sich hören- wegen den Frauen an ihrer Seite.
Aber Angst machen wollten sie mir ja keine, schließlich habe ich ja noch ein paar gute Jahre vor mir mit den Kindern.
 
Liebe Frau Müller, Schmidt oder sonst wie,
eine Tochter fehlt mir nicht. Aber bei manchen Menschen fehlt mir Fingerspitzengefühl und Liebe- für Menschen egal welchen Geschlechts.
Und Angst machen mir nicht ihre Worte, sondern dass sie damit das nächste Mal jemanden wirklich treffen. Es gibt nämlich Menschen, die sich nichts sehnlicher Wünschen als ein Kind, es gibt Fehlgeburten und sehr schmerzhafte Wege bis zu einer Schwangerschaft. Es gibt Verluste und Ängste und wissen Sie- auch wenn sie es vielleicht nicht glauben- es gibt Menschen, die sind einfach unfassbar dankbar für das Glück Mama geworden zu sein.
 
Also bitte Frau sonst wie, behalten sie ihre Gedanken das nächste Mal einfach für sich. Oder noch besser: Besprechen Sie sie mit Thomas.

Hallo Neid, du kannst wieder gehn.

Hallo Neid, du kannst wieder gehn.

Immer wieder huschte mein Blick rüber. Da saßen sie in der Herbstsonne. Zu dritt, jeder mit Baby auf dem Schoß. Unterhielten sich, lachten und tranken Kaffee. Ein paar Meter weiter saß ich, also nicht ich allein. Ich mit meinen Babys.

Mir ging´s eigentlich ganz gut, der Morgen lief bisher smooth. Aber irgendwie machte sich da plötzlich jemand ziemlich aufdringlich breit.
Genervt davon versuchte ich ihm immer wieder zu sagen: Du kannst gerne wieder gehen, ich find´ dich nämlich ziemlich ätzend.
Ich will auch mal in der Sonne sitzen, mich unterhalten, mit einem Baby auf dem Schoss. Ich will auch mal easy nur mit Trage aus dem Haus, oder nur 15 kg vor mir her schieben. Ich will auch mal einen Mittagschlaf mit Baby machen, einen Schwimmkurs besuchen, alleine mit Baby verreisen.
Der Neid bewies Sitzfleisch und begleitete mich den ganzen lieben langen Tag.
 
Sei doch dankbar, du hast Zwillinge.
Sei glücklich, schau mal, wie goldig sie sind.
Sei zufrieden, sie sind´s doch meistens auch.
Ja, alles davon fühle ich. Und manchmal eben auch den Neid. Ist so, gehört dazu.
Jetzt sag ich einfach jedem Gefühl mal Hallo.
„Oh hey, schön dass du da bist, machs dir gemütlich.“
Manchmal wirds dann richtig laut und trubelig, jeder will was sagen.
Richtige Aufmerksamkeitsjunkies, die Gefühle.
Manche schneien nur kurz vorbei, dann reichts auch wieder und sie ziehen weiter.
Und manche, ja manche, die bleiben. Die gehen einfach nie weg.
 
Die Dankbarkeit, die ich spüre, wenn ich abends neben meinen Söhnen einschlafe, sie atmen höre und weiß: Alles ist gut.
Das große Glück, welches mich manchmal von hinten überfällt und mir Tränen in die Augen treibt, in ganz stinknormalen Alltagsmomenten.
Die Zufriedenheit, die mich wie eine große, weiche Wolke einhüllt, seit die beiden in meinem Leben sind.

Egal wie stürmisch es auch ist, wie viele andere Gefühle euch auch manchmal übertönen. Ihr bleibt.

Immer wieder huschte mein Blick rüber. Da saßen sie in der Herbstsonne. Zu dritt, jeder mit Baby auf dem Schoß. Unterhielten sich, lachten und tranken Kaffee. Ein paar Meter weiter saß ich, also nicht ich allein. Ich mit meinen Babys.

Mir ging´s eigentlich ganz gut, der Morgen lief bisher smooth. Aber irgendwie machte sich da plötzlich jemand ziemlich aufdringlich breit.
Genervt davon versuchte ich ihm immer wieder zu sagen: Du kannst gerne wieder gehen, ich find´ dich nämlich ziemlich ätzend.
Ich will auch mal in der Sonne sitzen, mich unterhalten, mit einem Baby auf dem Schoss. Ich will auch mal easy nur mit Trage aus dem Haus, oder nur 15 kg vor mir her schieben. Ich will auch mal einen Mittagschlaf mit Baby machen, einen Schwimmkurs besuchen, alleine mit Baby verreisen.
Der Neid bewies Sitzfleisch und begleitete mich den ganzen lieben langen Tag.
 
Sei doch dankbar, du hast Zwillinge.
Sei glücklich, schau mal, wie goldig sie sind.
Sei zufrieden, sie sind´s doch meistens auch.
Ja, alles davon fühle ich. Und manchmal eben auch den Neid. Ist so, gehört dazu.
Jetzt sag ich einfach jedem Gefühl mal Hallo.
„Oh hey, schön dass du da bist, machs dir gemütlich.“
Manchmal wirds dann richtig laut und trubelig, jeder will was sagen.
Richtige Aufmerksamkeitsjunkies, die Gefühle.
Manche schneien nur kurz vorbei, dann reichts auch wieder und sie ziehen weiter.
Und manche, ja manche, die bleiben. Die gehen einfach nie weg.
 
Die Dankbarkeit, die ich spüre, wenn ich abends neben meinen Söhnen einschlafe, sie atmen höre und weiß: Alles ist gut.
Das große Glück, welches mich manchmal von hinten überfällt und mir Tränen in die Augen treibt, in ganz stinknormalen Alltagsmomenten.
Die Zufriedenheit, die mich wie eine große, weiche Wolke einhüllt, seit die beiden in meinem Leben sind.

Egal wie stürmisch es auch ist, wie viele andere Gefühle euch auch manchmal übertönen. Ihr bleibt.

Easy Elternzeit, oder doch nicht?

Easy Elternzeit, oder doch nicht?

Gestern hörte ich zu, wie sich zwei Männer in meinem Alter unterhielten. Wir standen gemeinsam in der Schlange beim Bäcker als ich hörte, wie er sagte: „Schon chillig, so den ganzen Tag mit dem Kind daheim.“ Der andere stimmte zu: „Nächstes mal nehm ich mir zwei Jahre Elternzeit“.

Gut, dass die beiden dann an der Reihe waren, sonst hätte ich mich ins Gespräch eingeklinkt. Wäre vielleicht ein bisschen unangenehm geworden.

Ich stand hinter ihnen mit einem vollbepackten Zwillingskinderwagen, hatte den ganzen Morgen noch nichts gegessen und hätte um ehrlich zu sein nichts lieber gemacht, als mich mal kurz zur Mittagszeit mit einer Kollegin in die Bäckerschlange gestellt und mich in Ruhe unterhalten.

Komisch, dass ich dann immer den Drang habe, mich zu äußern. Zu sagen, wie wenig chillig das manchmal ist. Was für eine große Sache wir da vollbringen und dass es der mit Abstand anstrengendste Job meines Lebens ist, ohne freie Samstage und ohne Sonntage. Dass ich keine Pause habe, keine Beförderung ansteht, so sehr ich mich auch bemühe. Dass ich keine anerkennenden Blicke ernte und egal wie hart die Tage auch manchmal sind, keine Supervision oder Pause zugesprochen bekomme.

Naja, dachte ich mir. Schön eigentlich. Sollte mehr Männer geben, die dann auch wirklich Elternzeit nehmen, wenn´s so weit ist. Es sollte aber auch mehr geben, die verstehen, was das bedeutet. Wie oft dann doch „chillig“ und „Elternzeit“ in einem Satz verwendet werden, zeigt mir immer wieder aufs Neue, wie viele es eben nicht checken.

In Elternzeit zu sein macht Spaß und ist eine so wunderschöne und sinnvolle Aufgabe.

Aber ich will, dass die Gesellschaft sieht und würdigt, was wir da eigentlich jeden Tag abliefern. Ich will, dass es innerhalb der Beziehung Gesprächsthema ist, wer zu Hause und wer arbeiten geht. Dass es Gesprächsthema bleibt, wie es jedem in seiner Rolle geht und jeder die Anerkennung bekommt, die er verdient.

Ich will, dass wir eine Gesellschaft haben, die jeden Lebensentwurf mitträgt und fördert, damit wir uns trauen, so zu Leben, wie es zu uns passt.

Vielleicht sehe ich die beiden Herren aus der Bäckerschlange ja wieder. Auf dem Spielplatz vielleicht. Ganz chillig in Elternzeit. Freuen würde es mich ja.

 

 

 

Gestern hörte ich zu, wie sich zwei Männer in meinem Alter unterhielten. Wir standen gemeinsam in der Schlange beim Bäcker als ich hörte, wie er sagte: „Schon chillig, so den ganzen Tag mit dem Kind daheim.“ Der andere stimmte zu: „Nächstes mal nehm ich mir zwei Jahre Elternzeit“.

Gut, dass die beiden dann an der Reihe waren, sonst hätte ich mich ins Gespräch eingeklinkt. Wäre vielleicht ein bisschen unangenehm geworden.

Ich stand hinter ihnen mit einem vollbepackten Zwillingskinderwagen, hatte den ganzen Morgen noch nichts gegessen und hätte um ehrlich zu sein nichts lieber gemacht, als mich mal kurz zur Mittagszeit mit einer Kollegin in die Bäckerschlange gestellt und mich in Ruhe unterhalten.

Komisch, dass ich dann immer den Drang habe, mich zu äußern. Zu sagen, wie wenig chillig das manchmal ist. Was für eine große Sache wir da vollbringen und dass es der mit Abstand anstrengendste Job meines Lebens ist, ohne freie Samstage und ohne Sonntage. Dass ich keine Pause habe, keine Beförderung ansteht, so sehr ich mich auch bemühe. Dass ich keine anerkennenden Blicke ernte und egal wie hart die Tage auch manchmal sind, keine Supervision oder Pause zugesprochen bekomme.

Naja, dachte ich mir. Schön eigentlich. Sollte mehr Männer geben, die dann auch wirklich Elternzeit nehmen, wenn´s so weit ist. Es sollte aber auch mehr geben, die verstehen, was das bedeutet. Wie oft dann doch „chillig“ und „Elternzeit“ in einem Satz verwendet werden, zeigt mir immer wieder aufs Neue, wie viele es eben nicht checken.

In Elternzeit zu sein macht Spaß und ist eine so wunderschöne und sinnvolle Aufgabe.

Aber ich will, dass die Gesellschaft sieht und würdigt, was wir da eigentlich jeden Tag abliefern. Ich will, dass es innerhalb der Beziehung Gesprächsthema ist, wer zu Hause und wer arbeiten geht. Dass es Gesprächsthema bleibt, wie es jedem in seiner Rolle geht und jeder die Anerkennung bekommt, die er verdient.

Ich will, dass wir eine Gesellschaft haben, die jeden Lebensentwurf mitträgt und fördert, damit wir uns trauen, so zu Leben, wie es zu uns passt.

Vielleicht sehe ich die beiden Herren aus der Bäckerschlange ja wieder. Auf dem Spielplatz vielleicht. Ganz chillig in Elternzeit. Freuen würde es mich ja.